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Die Stimme des Handwerks

Unternehmensnachfolge frühzeitig vorbereiten

In Rheinland-Pfalz stehen viele Betriebe vor einem Wechsel in der Unternehmensführung. Nicht alle davon sind bereits ausreichend auf die Übergabe vorbereitet oder haben einen geeigneten Nachfolger gefunden. Dies jedoch ist umso wichtiger, da vor allem kleine und mittelständische Betriebe oft familiengeführt sind und eine rechtzeitige und gute Vorbereitung hier auch eine Frage der Existenz darstellt. Der scheidende Unternehmer steht dabei oft vor zahlreichen Fragen: Soll das Unternehmen verkauft, vererbt oder verschenkt werden? Ist eine Übertragung innerhalb der Familie bereits zu Lebzeiten sinnvoll? Welche steuerlichen Bedingungen müssen hier bedacht werden? Doch auch der Nachfolger muss für sich beispielsweise die Fragen nach der gewünschten Rechtsform oder einer passenden Finanzierung klären.

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Wie die Unternehmensnachfolge erfolgreich gemanagt werden kann, zeigte die gemeinsame Veranstaltung „Im Blickpunkt: Verkaufen, Verschenken, Vererben – Unternehmensnachfolge und Steuern“ der Sparkasse Rhein-Nahe und der Kreishandwerkerschaft Mainz-Bingen. Im Weiterbildungszentrum Ingelheim informierten sie über die Herausforderungen einer Unternehmensnachfolge. Dabei beleuchteten sie vor allem das Thema Finanzierung und gaben Tipps zu steuerlichen Fragen.

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Zur Eröffnung der Veranstaltung betonten Claus Schick, Landrat des Landkreises Mainz-Bingen, Felix Hardt, Kreishandwerksmeister und Steffen Roßkopf, Vorstandsmitglied der Sparkasse Rhein-Nahe, wie wichtig das Thema Unternehmensnachfolge sei. „Immer mehr Unternehmer in der Region müssen sich damit auseinandersetzen, wie und an wen sie ihr Unternehmen übergeben. Gerade das Finanzielle spielt hierbei oft eine große Rolle. Deshalb stehen wir den Unternehmen mit einer kostenlosen Nachfolgeberatung zur Seite“, sagte Sparkassenvorstandsmitglied Steffen Roßkopf.

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Wie eine erfolgreiche Finanzierung und Unternehmensübernahme ablaufen kann, zeigten Martin Kloos, Geschäftsführer des Autohaus am Rüsterbaum in Ingelheim und Ralph Boller, Existenzgründungsberater bei der Sparkasse Rhein-Nahe. Bereits 2012 übernahm Kloos das Autohaus seines Vaters. „Wir haben zu diesem Zeitpunkt auch den Neubau begonnen. Natürlich lief da nicht alles reibungslos ab, aber damit muss man bei einer Neustrukturierung rechnen“, erläuterte der Wackernheimer eine der Herausforderungen während der Übernahme. Die Zusammenarbeit mit der Sparkasse Rhein-Nahe und die vorausschauende Planung der beiden Partner führte zu einem gelungen Generationswechsel.

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dipl.-Ing. Christian Schumacher gab Tipps zur Einkommensteuer sowie zur Erbschafts- und Schenkungssteuer und zeigte den Zuhörern zusätzlich mögliche Risiken auf. Im Anschluss beantwortete Schumacher die zahlreichen Fragen der Zuhörer rund um das Thema Unternehmensnachfolge und Steuern.
Alexander Schmitt, Vertriebsdirektor für Unternehmens- und Firmenkunden der Sparkasse Rhein-Nahe, stellte die Nachfolgebörse SaarLorLux vor, die er als eine „Vision auch für unsere Region“ bezeichnete. Die Börse fördert die Zusammenführung von Interessenten an einer Unternehmensübergabe in der Region und dient dazu, heutige und künftige Arbeitsplätze zu sichern.

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„Ich bin froh, dass immer wieder viele Unternehmer unsere Veranstaltungen nutzen und so zahlreich erscheinen“, betonte Steffen Roßkopf zum Ende der Veranstaltung. Die Unternehmensnachfolge sei eine Herausforderung, die jeder Unternehmer meistern könne, wenn er sich früh genug informiere.


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